In welchen Land liegen die Rätischen Alpen? Wie kommen sie zu ihren Namen?

19.August 2010 | Kategorien: Der Kanton Graubünden

Bei den Rätischen Alpen handelt es sich um einen Gebirgszug in den Zentralalpen. Sie liegen im Grenzgebiet der Ostschweiz zu Italien (nördlich des Veltlins), Österreich und Liechtenstein.

Das Berninamassiv, die Silvretta, die Albula-Alpen, die Livigno-Alpen, die Umbrailgruppe, die Sesvennagruppe wie auch die Rätikon gehören zu den Rätischen Alpen.

Mehrheitlich liegen die Rätischen Alpen im Schweizer Kanton Graubünden.

Die Unterteilung in Nordteil und Südteil der Rätischen Alpen erfolgt durch das Engadin. Auch der Schweizer Nationalpark, zwischen dem Ofen und Innpass, befindet sich in den Rätischen Alpen.

Im Norden sind der Piz Linard mit 3.411 m und im Süden der Piz Bernina mit 4.049 m die höchsten Gipfel.

Ihren Namen haben die Rätischen Alpen von der Volksgruppe, bzw. Volksgruppen der Räter erhalten.

Wer waren die Räter?

Das Volk der Räter zählt zu den Volksgruppen der Antike, die überwiegend in der Region der heutigen Rätischen Alpen lebten.

Bis heute ist es noch nicht eindeutig geklärt, woher dieses Volk stammt, ob sie durch keltische Invasionen von der Po-Ebene vertrieben wurden oder selbst keltischer Abstammung waren.

Während des Römischen Reiches zählten die Rätischen Alpen zur römischen Provinz Raetia.

Durch die Romanisierung der Räter entstand die rätoromanische Sprache. Sie wird überwiegend im Schweizer Kanton Graubünden gesprochen.

Ca. 50.000 Menschen sprechen die rätoromanische Sprache noch heute, die auch als „Bündnerromanisch“ bezeichnet wird.


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