Kennen Sie Bündnerfleisch?

13.Oktober 2010 | Kategorien: Der Kanton Graubünden

Spätestens seit dem Lachanfall des Schweizer Finanzminister Hans-Rudolf Merz ist Bündner Fleisch in aller Munde. Dabei hat es eine lange Tradition. Was ist Bündnerfleisch?
Beim Bündnerfleisch handelt es sich um eine Fleischspezialität aus dem Schweizer Kanton Graubünden.

Eine der ältesten Konservierungsmethoden, die wir kennen, wird auch zur Herstellung von Bündnerfleisch verwendet: das Trocknen.

Bündnerfleisch mit seinem milden Aroma ist somit sehr lange haltbar.

Wie wird Bündnerfleisch hergestellt?

Nur magere Teile der Rinderkeule werden für die Herstellung von Bündnerfleisch verwendet.

Somit handelt es sich beim Bündnerfleisch um ein besonders fettarmes Fleisch.

Es ist fast frei von Kohlenhydraten und besitzt hochwertige Proteine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Nach der Schlachtung werden die mageren Fleischstücke mit Alpenkräutern, Pökelsalz und Gewürzen eingerieben und in einen Behälter geschichtet, wo sie ca. fünf Wochen bei tiefen Temperaturen gelagert werden.

In dieser Lagerzeit wird das Fleisch mit den Aromen der Kräuter und Gewürze durchzogen und ihm Flüssigkeit entzogen.

Als zweite Phase werden die in Netze gebundenen Fleischstücke bei ca. 12°C an der frischen Bergluft der Graubündner Alpen getrocknet.

Die verbleibende Flüssigkeit im Fleisch wird durch Pressen gleichmässig verteilt.

Dadurch erhält das Bündnerfleisch auch seine so charakteristische rechteckige Form.

Noch heute ist die Herstellung von Bündnerfleisch vorwiegend Handarbeit, zu der es fast drei Dutzend Arbeitsschritte benötigt.

Durch den Reife- und Trocknungsprozess verliert das Fleisch fast die Hälfte seines ursprünglichen Gewichtes.

Wie sollten Sie Bündnerfleisch geniessen?

Traditionell wird das Bündnerfleisch hauchdünn aufgeschnitten und nur mit einer Prise frisch gemahlenen Pfeffer gegessen.

Dadurch entfaltet sich das einzigartige Aroma.

Bündnerfleisch schmeckt aber auch zusammen mit Parmesan und einem Glas guten Rotwein!

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