Gibt es noch Rätisches Grauvieh?

05.August 2010 | Kategorien: Der Kanton Graubünden

Was wird als rätisches Grauvieh bezeichnet? Für was wird es heute noch verwendet?
Die Wurzeln des Rätischen Grauviehs liegen weit zurück.

Es wird gerne als Kreuzungsprodukt der Völkerwanderungen bezeichnet und wurde immer wieder von neuen Kulturen beeinflusst.

Das Torfrind, das bei den Pfahlbauern bekannt war, wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. mit den grossrahmigen, silbergrauen Rindern der von Italien kommenden Rätiern vermischt.

Doch auch die Kelten, Walser oder Alemannen führten stets ihr Vieh mit.

Das Rätische Grauvieh war vor allem im rätoromanisch geprägten Schweizer Kanton Graubünden noch vor hundert Jahren stark verbreitet.

Bekannt war der leichte Albula und der etwas schwerere Bündneroberländer Schlag.

Die Variationen einzelner Tiere reichte von Farben wie eisengrau, dunkelgrau bis zu silbegrau und graugelb mit stark fuchsigem Stirnschopf.

Dabei handelt es sich um Dreinutzungstiere, die für Arbeit, Milch und Fleisch verwendet wurden.

Ab 1920 ging in der Schweiz das Grauvieh in der Braunviehpopulation auf. In Tirol konnte sich das Rätische Grauvieh noch bis heute halten.

Wird das Rätische Grauvieh wieder angesiedelt?

Pro Specie Rara importierte anfänglich ausgewählte kleinrahmige Tiere um das Rätische Grauvieh in der Schweiz wieder anzusiedeln.

Mittlerweile hat sich es sich wieder etabliert.

Der Kanton Graubünden bildet dabei einen wichtigen Schwerpunkt.

Doch auch im übrigen Alpengebiet wie auch in anderen Kantonen der Schweiz findet diese Rasse Liebhaber und Züchter.

Durch welche Eigenschaften zeichnet sich das Rätische Grauvieh aus?

Es handelt sich dabei um ein kleines, robustes, leichtes und langlebiges Zweinutzungsrind.

Das Rätische Grauvieh ist anspruchslos und anpassungsfähig und eignet sich besonders zur Nutzung von extremen und extensiven Weiden im Berggebiet.

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